Die letzte Fassung einer Übersetzung ist sehr oft ein PDF: die Broschüre nach dem Satz, der unterschriebene Vertrag, die Urkunde, die gedruckt, gestempelt und eingescannt wurde. Genau dann kommen die Fragen – „Stimmt die Übersetzung?“, „Hat der Setzer einen Satz verloren?“, „Sind alle Zahlen noch richtig?“ Bisher hieß das: zwei PDFs nebeneinander lesen.

Der Linigu QA Checker nimmt jetzt auf beiden Seiten PDF-Dateien und Bilder an. Er liest den Text jeder Seite – bei gescannten Seiten per OCR –, ordnet die Absätze von Original und Übersetzung einander zu und führt dieselben regelbasierten Prüfungen aus wie bei Trados- und Word-Dateien. Unser Beispiel: ein englisches Handbuch als digitales PDF und seine türkische Übersetzung als leicht schiefer Scan.

Englisches Handbuch als digitales PDF neben der türkischen Übersetzung als gescannte Seite

Welche Kombinationen funktionieren?

Wählen Sie Original + translation und kombinieren Sie die Formate nach Bedarf:

OriginalÜbersetzungKorrekturen im Bericht
Word oder PDFDigitales PDFPrüfen, suchen und exportieren
Word oder PDFGescanntes PDF oder Foto (JPG, PNG, TIFF)Prüfen, suchen und exportieren
Gescanntes PDF oder FotoWordJa – gespeichert in der übersetzten Word-Datei
WordWordJa – siehe QA für zwei Word-Dateien

Schritt für Schritt

1. Original und PDF-Übersetzung hochladen

Öffnen Sie den QA Checker, wechseln Sie zu Word, PDF & scans und lassen Sie Original + translation ausgewählt. Das Original kommt in Original (source), das PDF oder der Scan in Translation (target). Fügen Sie eine Termbank hinzu, falls vorhanden – hier ein Englisch-Türkisch-Glossar, das „Yönetici“ für „Admin“ vorschreibt.

QA-Checker-Einstellungen: englisches PDF als Original, gescanntes türkisches PDF als Übersetzung, Glossar hinzugefügt

2. Sprachen wählen

Bei Scans zählen die Sprachen doppelt: für die Rechtschreib- und Satzzeichenregeln und für die Texterkennung selbst. „Detect automatically“ erkennt die Sprache an der ersten gescannten Seite und liest dann den ganzen Scan mit dem passenden Sprachmodell. Für Sprachen außerhalb Westeuropas – Russisch, Arabisch, Chinesisch, Hindi und andere – wählen Sie sie besser selbst.

3. Prüfung starten

Klicken Sie auf Run QA check. Gescannte Seiten brauchen jeweils etwa ein bis zwei Sekunden. Der Bericht nennt dann, wie viele Seiten per OCR gelesen wurden und dass die Übersetzung ein PDF ist, gefolgt von der Übersicht – in unserem Beispiel 12 Segmente, 3 Fehler und 3 Warnungen.

QA-Bericht für eine gescannte PDF-Übersetzung: OCR-Hinweis, Hinweis zum Nur-Lesen, 12 Segmente geprüft, 3 Fehler, 3 Warnungen

Was der Checker gefunden hat

Das gescannte türkische Handbuch enthält vier Fehler, die man beim Lesen eines Ausdrucks leicht übersieht:

AbsatzPrüfungWas falsch war
#4ZahlenAus „230 V“ wurde „220 V“
#8Verbotene Benennung„Admin“ statt der freigegebenen „Yönetici“
#8SatzendeDer Schlusspunkt fehlt
#9ZahlenEin ganzer Satz fehlt – und mit ihm die „50“

Meldung: die Zahl 230 aus dem Original fehlt in der Übersetzung, im gescannten türkischen Text steht 220 V

Der letzte Fund zeigt, warum die Zahlenprüfung bei PDFs so wertvoll ist. In Absatz 9 fehlt im Layout schlicht der zweite Satz („The display shows a reminder 50 litres before the limit“). Kein Wort ist falsch – aber die fehlende „50“ verrät ihn:

Meldung: die Zahl 50 fehlt in der Übersetzung, der zweite Satz des Absatzes wurde nicht übersetzt

Die ganze Übersetzung durchsuchen

Der Reiter Search segments funktioniert auch bei PDF-Übersetzungen. Durchsuchen Sie Ausgangstext, Übersetzung oder beides, mit „does not contain“, regulären Ausdrücken und Filtern – zum Beispiel alle Absätze, deren Übersetzung noch „Admin“ enthält:

Reiter Search segments: Übersetzung enthält Admin, ein passendes Segment mit seinen QA-Meldungen

Warum PDF-Übersetzungen nicht im Bericht bearbeitet werden

Ein PDF ist ein Drucklayout, kein bearbeitbarer Text: Die Übersetzung entstand in Word, InDesign oder einem CAT-Tool und wurde exportiert. Deshalb zeigt der QA Checker bei PDF-Übersetzungen keine Edit-Schaltfläche – korrigiert wird im Quelldokument. Exportieren Sie den Bericht nach Excel oder CSV, schicken Sie ihn an Übersetzer oder Setzer, korrigieren Sie die Quelldatei, exportieren Sie das PDF neu und prüfen Sie noch einmal. Liegt die Übersetzung noch als Word-Datei vor, laden Sie besser diese hoch – dann können Sie direkt im Bericht korrigieren.

Zuverlässige Ergebnisse mit Scans

Gut zu wissen

Häufige Fragen

Kann ich eine PDF-Übersetzung kostenlos prüfen?

Ja. Der QA Checker ist mit einem kostenlosen Konto gratis – für PDFs, Scans, Word- und Trados-Dateien.

Darf auch das Original ein Scan sein?

Ja. Beide Seiten dürfen gescannte PDFs oder Fotos sein; jede Seite ohne Textebene wird per OCR gelesen.

Kann ich ein gescanntes Dokument auch übersetzen lassen?

Ja – Linigu Translator liest Scans per OCR und behält das Layout. Lesen Sie, wie Sie gescannte PDFs und Fotos übersetzen.

Und zweisprachige Tabellen oder SDLXLIFF-Dateien?

Dafür gibt es eigene Modi: siehe QA für zweisprachige Word-Dateien und QA für SDL-Trados-Dateien.

Eine PDF-Übersetzung zu prüfen? Öffnen Sie den QA Checker und laden Sie Original und Übersetzung hoch – der Bericht steht in Sekunden bereit.

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Übersetzer und CAT-Tool-Experte bei Linigu

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